Hintergrund

BMW Motorrad präsentiert die R 12 S im Pressemitteilung für ihre Hommage an ein legendäres Motorrad. Die neueste Ergänzung der Heritage-Reihe ist eine Hommage an ihr Spitzenmotorrad aus den 1970er Jahren, die R 90 S. Damals war sie nicht nur schnell, sie war revolutionär! Mit einer Kombination aus 67 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h mit einer umwerfenden Ästhetik legte sie die Messlatte für Sportmotorräder höher. Passend dazu entsprach die Lenkerverkleidung dem Farbschema Daytona Orange. Und die rot gezeichnete „90“ im Motoremblem drückte die sportlichen Ambitionen aus. Der damalige Chefdesigner Hans A. Muth traf den Nagel auf den Kopf. Und das zeigte sich: BMW verkaufte zwischen 17,000 und 90 über 1973 Exemplare des Modells R 1976 S.

Darüber hinaus zeigte die R 90 S auch bei Rennen hervorragende Leistungen. Bei der Production TT auf der Isle of Man 1976 holten Hans-Otto Butenuth und Helmut Dähne einen Klassensieg. Auf der anderen Seite des großen Teichs belegten Steve McLaughlin und Reg Pridmore beim AMA Superbike-Rennen 1976 in Daytona den ersten und zweiten Platz. Pridmore gewann 1977 mit einer R 90 S die AMA Superbike-Meisterschaft.

Das sind große Fußstapfen, in die es auszufüllen gilt. Kann Alexander Buckan, Leiter BMW Motorrad Design, diese Aufgabe meistern?

BMW Motorrad präsentiert die R 12 S. Und sie ist nicht nur ein Motorrad. Sie ist eine Zeitmaschine mit Pfiff! Dieses neue Modell, das auf der R12 nineT (bitte erklären Sie, was Sinn ergibt …) basiert, würdigt sein Erbe und verkörpert die Essenz der Retro-Sportlichkeit. Mit der modernen Präzisionstechnik, für die BMW bekannt ist, springt es zurück in die Zukunft.

Technologie

Zum Design: „Zu den prägenden Designelementen unserer R 12 S zählen die lenkerfeste Cockpitverkleidung mit dem getönten Windschild, die Sitzbank mit Kontrastnähten und die Lackierung in Lavaorange Metallic als Anspielung auf die legendäre R 90 S Daytona Orange von 1975. Perfekt ergänzt wird das Design durch Details wie das rot gelegte ‚S‘ auf den Seitendeckeln, die rote Doppellinie und die gebürsteten und klar lackierten Aluminiumflächen von Tank und Sitzhöcker“, erklärt Buckan. Diese Details verkörpern somit das Original und Retro-Sportbike und sind eine Anspielung auf die ursprüngliche R90S.

Ästhetik inklusive!

Im Vergleich zum Basismodell R12 nineT bietet die R 12 S eine Reihe von Verbesserungen. Erstens die Option 719 Classic II-Räder, ein Satz eloxierter Aluminiumfelgen mit Speichen. Zweitens die Billet Packs „Shadow“ und „Shadow II“. Ersteres umfasst die Zündspulenabdeckungen, die Öleinfüllschraube und die Magnesium-Ventildeckel mit polierten Akzenten. In ähnlicher Weise umfasst Letzteres Fußstützen und Bedienelemente, Spiegel, Brems- und Kupplungsbehälterdeckel und die Hebel, alles CNC-gefräst aus Aluminium. Die Räder sparen 3 kg gegenüber den klassischen Speichenfelgen und können schlauchlose Reifen aufnehmen. Dies verbessert das Handling aufgrund der Reduzierung der ungefederten Masse erheblich.

Displays & Elektronik

Die R 12 S enthält eine Reihe elektronischer Assistenten. So ist sie serienmäßig mit Headlight Pro, adaptivem Kurvenlicht, Hill Start Control, Shift Assistant Pro, Heizgriffen und Tempomat ausgestattet. Die beiden letzteren sind immer willkommene Zubehörteile, und das adaptive Kurvenlicht macht das Fahren im Dunkeln viel stressfreier. Tragen die anderen beiden Zubehörteile zum Fahrkomfort und zur Sicherheit bei? Oder ist die zusätzliche komplizierte Elektronik fehleranfällig und lässt Sie auf Ihrer Reise liegen? Die Zeit wird es zeigen! Bisher hat BMW einen ausgezeichneten Ruf, und wir sind sicher, dass dieses Motorrad ihm gerecht wird. Zusätzliche werkseitig installierte Optionen sind ebenfalls verfügbar. Dazu gehören Reifendruckkontrolle, Diebstahlwarnanlage, intelligenter Notruf und Connected Ride Control. Zusätzlich ist eine digitale Anzeige verfügbar, falls Ihnen die klassischen Rundinstrumente nicht zusagen. Darüber hinaus ist auch die gesamte Palette an Zubehör und Produkten für die R 12 nineT verfügbar. Wir sind ziemlich gespannt auf den Titanauspuff. Wird dieser so gut klingen wie der serienmäßige Akrapovic-Auspuff der 2017-2020 Euro 4 R nineT?

Hat es die nötige Kraft?

Mechanisch unterscheidet sich die R 12 S nicht vom Basismodell R 12 nineT. Der 1200-ccm-Boxer-Twin leistet 109 PS und 115 Nm bei 6500 U/min. Er beschleunigt die 220 kg über eine Reihe von 215 Gängen auf eine Höchstgeschwindigkeit von 6 km/h. Respektable Zahlen und jede Menge Power für eine sehr angenehme und komfortable Fahrt, egal ob zum Café in der nächsten Stadt oder in die bayerischen Alpen. Wir befürchten jedoch, dass dieses Motorrad nicht so bahnbrechend sein wird wie sein Vorgänger vor 50 Jahren. Muss es das? War das das Ziel? Überhaupt nicht, wir glauben nicht und freuen uns darauf, es auszuprobieren!

Darüber hinaus sind wir wirklich gespannt, was passiert, wenn diese R 12 nineTs und R 12 S-Modelle in die Hände von Custom-Herstellern gelangen. Ein R 12 S Scrambler, wie der R 90 Scrambler? Oder öffnet die R 12 nineT die Schleusen wie die R NineT hat?

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